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Du, ein Kinderlachen.

wir inhalieren: sanft betäubende Luft,
und blassgraue Erinnerungen
streifen Lippenexplosionen
die im frühen, welken Morgentau
matt leuchtend verschwimmen.

& ein vertrauter, ungreifbarer Blick
sticht durch duftenden Sommerregen,
brennt in graublaue Augen,
und rührt unwiderruflich
an verwegene Geborgenheit.

für P.
8.4.09 23:20


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Manchmal vergesse ich, warum das Leben so wundervoll ist. Wie es sein kann, auf dem Balkon sitzend, rauchend und denkend. Oder Unsinniges tun, mit netten Leuten. Lange gelebt in der Überzeugung, dass nur der Rausch das alles erträglich macht, erst jetzt, wo der Rausch mich nicht mehr erreicht, habe ich endlich realisiert, dass das Leben doch so viel mehr her gibt. Frühling, endlich, heute roch es schon so gut, nach Blumen und Sonne, nach Helligkeit, nach Erwachen.
8.3.09 20:14


Kitschiger Herzschmerz, Liebesschwüre, Rauscherfahrungen. Was soll ich da denn noch schreiben? Ich hab alles gesagt, alles, was ist, was war, und über das was kommt will ich lieber nicht mehr nachdenken. Stillstand. Mein Herz steht still, lethargisch kreise ich ums Nichts, spüre ständigen Drang etwas zu schaffen, irgendwo Kreativität her zu schöpfen, doch alles ist wie immer: ich spraye Namen an Wände, atme, lebe, versuche irgendwie alles zu ordnen, was in meinem Kopf gefangen ist. Es zu fassen, nicht mehr dieser Gleichgültigkeit zu erliegen. Gleichgültigkeit ist vielleicht falsch, es ist die Unfähigkeit des Denkens, dieses Vermeiden von allem, dieses Verstumpfen und unendliche Verdrängen. Weißt du, das Leben ist so einfacher, ohne an dich zu denken, ohne an irgendwas zu denken, und einfach mit echtem Lächeln durch die Welt gehen und dennoch wissen, dass die Stunde kommt, in der ich allein bin. In der ich schreiben will, aber es mir nicht möglich ist, in der ich mein Dasein friste und letztlich doch meine Gedanken um die nächste Zigarette oder das nächste Bier kreisen.

Es gibt schon Schneeglöcklichen, während Schnee liegt und langsam wird es Frühling, ich beginne zu erwachen, Sehnsucht zu hegen, nach Sommer, nach Spanien, nach guter Zeit.
11.2.09 00:06


Eine Jukebox, sowas gibt's echt noch in dubiosen Eckkneipen, in die ich tendenziell nie gehen würde, aber mitten in der Woche ist halt nix los, da sind nur diese Kneipen auf; jedenfalls: da gibts noch so ne richtig altmodische Jukebox und es läuft total der Scheiß, aber Bacardi-Cola schmeckt hier echt gut, und ist sogar echt billig, für diese Uhrzeit. Und ich hab drei Stunden gewartet, nur um hier her zu kommen und jetzt halt ich mich am Glas fest, führe Konversationen, die heute mal nicht aus Tratsch bestehen, vielleicht hab ich den Tratsch einfach über und sollen die beiden doch zusammen nach Hause gehen, ist doch okay, wenn sie wollen, lustig ist es nicht mehr, war es vielleicht nie. War nur ein guter Weg der Flucht aus dem eigenen Leben, das dann halt andere als Flucht nehmen. Dann weine ich, weine nach Monaten wieder, erst zaghaft, dann ungezügelt, lehne mich bei euch an, bei euch - denen ich vertraue, mit denen ich das Leben erlebe, mit denen das Nicht-Leben des Alltags so einfach und ehrlich egal erscheint. Ja, verdammt, denn ihr seid nie Alltag, mal steh ich um drei Uhr nachts auf um mit euch Wodka zu trinken, oder wir kommen um 8h morgens nach hause und schnacken bis 10 über unwichtige Dinge, mal kickern wir einfach, aber wir sind immer unterwegs, immer auf der Suche, keine Zeit zum Denken mehr, und ich denk mir nur noch: was soll's? Was soll ich mit meinem 0-8-15 Leben, wenn ich euch haben kann, wenn ich mit euch in Eckkneipen versacken kann und überhaupt. Wär's so einfach, echt, ich würd alles hinschmeißen, aber ich weiß ganz genau: irgendwann komm ich nach Hause, und ihr kommt halt nicht immer mit und dann werd ich wieder nicht schlafen können, dann werd ich schreien wollen, und stundenlang die Wand anstarren, bis ich die Tür höre, bis ich höre, dass ich schlafen kann... Und das kennt ihr einfach nicht an mir, auch wenn es immer öfter zum Vorschein kommt. Ihr wisst nicht, wie das sein kann. Und ich mach euch gar keine Vorwürfe, bin nur traurig an Abenden in Eckkneipen, wenn ich weiß, dass ich zurück muss, wenn ich weiß, dass ich in mein verdammtes Leben zurück muss...
6.1.09 22:27


"Das ist unser Jahr / ich geb nichts auf den Rest / das ist unser Jahr / ich halt den Sommer fest." (Broilers)

Wieder ein Jahr vorbei, und es stand mal dieser Satz irgendwo, stand für ein Jahr, das anders werden sollte, ein Jahr, das uns gehören sollte. Nun, auch das ist vergangen, das Leben bleibt schön und weiter sehe ich nach vorn. Ich will losdreschen, kreativ sein, Wände einrennen. Mio, mein Lieber, wir beide, wir schaffen das schon, schaffen es immer und endlich seh ich wieder Glanz in deinen Augen.

Frohes Neues, in Nachhinein.
5.1.09 17:07


Abwesend, der Stift bleibt liegen, ich reise weiter, reise durch die Wellen elektronischer Tanzmusik, baue Beats, feile an jedem Wort, an jedem Ton. Hier bin ich jetzt auch zu finden, wohl mehr.

Ansonsten: viel gelebt, zu viel und intensiv, nichts mehr mit Schule oder Kreativität, alles vom Rausch verdrängt, ich suche den perfekten Rausch und versuche stets, dabei nicht unterzugehen.
28.12.08 19:56


Corpus Delicti und on the road.

Weg vom Ich, weg vom Du, weg vom Wir. Weil das Ich nicht ich bin, weil ich nicht schaffe es zu zähmen. Die menschliche Psyche, ja, komplex und all das, nicht zu fassen, aber letztlich doch nur Fassade, Ausrede, weil wir zu faul sind unsere abgewrackten Ichs zu regenerieren, zu reflektieren und irgendwie auch ständig neu zu erfinden. Ich kann das Ich nicht mehr sehen, das Du scheint nicht mehr da, und das Wir war nur Illusion, nächtelang wach, schreibend, das Ich hassend und die Idee eines Menschen, eines Menschen mit Idealen und Zielen, mit Beherrschung und Konstanter, mit Glückseligkeit. Das Leben, Mia, das Leben ist schön. Raus, raus aus dem Ich, unterwegs im eigenen Gehirnmatsch, weg von Vernunft und allem. Resignieren können, dass der Mensch ein Prozess ist, stetig, und doch so unverbesserlich. Dass niemand perfekt ist, dass selbst Mia, dass selbst sie die Melancholie mehr liebt als sich selbst, die Revolution mehr als inneres sieht und dass sie verdammt noch mal das Ich ist, dass ihr Bruder tot ist und sie noch immer mit ihm redet, Juli, was hast du da geschrieben, wohin hast du mich entführt? Die Welt so wirr, Mia, die Welt ist so wirr, und ich bin wie du, du standst auf der Bühne, und ich in der ersten Reihe und ich dachte immer: Mia, du bist ich, du, die du mich verstehst und so gar nicht real bist. Einfach weg, unterwegs mit Sal, irgendwohin, vielleicht zu Dean, der mich jetzt ständig begleitet, immer on the road, niemals mehr sesshaft, will ich auch gar nicht, keine Zeit zum Rasten, es gibt soviel zu sehen, zu tun, zu fühlen, und Mia auch immer da, immer und ich beginne zu reflektieren, über das Wir, und sie braucht gar keine Bindung, nur ihren toten Bruder, und weißt du, das reicht mir völlig, so unterwegs. Die menschliche Psyche ist echt irre, da steig ich gar nicht mehr durch, nichtmal durchs Ich, oder gerade nicht da durch. Weißt du, ich hab keine Ahnung wo ich in 2 Jahren stehe, jedenfalls irgendwo unterwegs, und scheiß doch drauf, ich mach das halt so. Nur weg vom Ich, endlich weg vom Ich...
26.11.08 23:39


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